Internet-Dienste
4.1. E-mail
Der im Internet am häufigsten in Anspruch genommene Dienst ist die E-mail, die electronic-mail, die es seit 1972 gibt.
Im Grunde ist die elektronische Post der normalen Briefpost sehr ähnlich. Sie dient ebenfalls der Übermittlung schriftlicher Nachrichten zwischen zwei Orten, wobei die E-mail den Vorteil hat, jederzeit versandt und empfangen werden zu können.
Rein theoretisch steht eine e-mail unmittelbar nach dem Abschicken im Postfach des Empfängers zur Verfügung, in der Praxis ergeben sich Verzögerungen von einigen Minuten bis wenigen Stunden. Der Empfänger hat jederzeit Zugriff auf sein Postfach und kann E-mails abholen und verschicken. E-mails sind nicht nur auf Texte beschränkt, man kann auch Bilder und Klangdateien anhängen und als Anlage verschicken. Durch die oben genannten Merkmale ist die elektronische Post sehr viel flexibler und leistungsfähiger als die normale Post.
E-mails können nicht nur zwischen zwei Adressen, sondern auch gleichzeitig an viele verschiedene Orte verschickt werden (dies kommt einem Durchschlag gleich).
4.1.1. Adressierung einer E-mail
Um eine E-mail zu verschicken, genügt es nicht, nur den Namen des Empfängers anzugeben; man benötigt zusätzlich den Namen des Hosts2, bei dem der Empfänger angemeldet ist. Die Adresse wird hierbei wie bei der Briefpost rückwärts gelesen: Erst das Land, dann der Ort und die Adresse/Host, dann der Name/Empfänger der E-mail. Hierbei kann der Name eines Empfängers auch ein Pseudonym, ein sogenannter Screenname sein, unter dem der Benutzer im Internet erscheint.
Zum Beispiel:
person_x@provider_y.de
Das heißt:
Der Empfänger wohnt in Deutschland (.de), hat sein Postfach bei (@=“bei“) provider_y und sein Screenname ist person_x. So ist eine eindeutige Identifizierung auf der ganzen Welt möglich.
Die Kosten für das Versenden einer E-mail sind erheblich geringer als die der normalen Briefpost; im Normalfall kostet das Abschicken etwa 12 Pfennig. Allerdings muss der Empfänger für das Empfangen seinerseits ebenfalls 12 Pfennig bezahlen, um über das Modem und die Telefonleitung die Verbindung zu seinem Provider herzustellen, der sein Postfach unterhält und ihm den Zugang zum Internet ermöglicht. Es können aber mehrere E-mails zeitgleich während einer Telefoneinheit abgeholt werden.
4.2. World Wide Web
Das andere große Angebot des Internet, das im Sprachgebrauch unter Surfen zusammengefasst wird, ist das World Wide Web (weltweites Netz, WWW). Ähnlich wie die Beschreibung der logischen Datenanordnung auf einer Festplatte als Baumstruktur bezeichnet auch der Begriff Web eine Beziehung zwischen einzelnen Dateien. Bei einer Baumstruktur gibt es ein Stamm- oder Wurzelverzeichnis (engl.: root = Wurzel), von dem aus verschiedene Wege eingeschlagen werden können, die sich gegebenenfalls immer mehr verzweigen. Das Web stellt hingegen Verbindungswege zwischen den einzelnen Dateien her, so dass auf diese von jeder beliebigen Stelle aus zugegriffen werden kann. Dies erinnert an die Struktur eines Spinnennetzes. Dabei bedient sich das WWW der Hypertext-Technik, um verschiedene Ressourcen miteinander zu verbinden.
Hypertext bedeutet, dass in einem Dokument vorkommende Begriffe eine Verbindung zu anderen Dateien aufweisen können (Link).
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